Hoppsala
 

Die Struktur von hoppsala.de alle Inhalte

Du bist hier: Home »» Seite für Kinder »» Spiel & Spaß »» Geschichten

Suchen

Home

Journal

Pädagogik

Junge Familie

Gesundheit

Ernährung

Freizeit & Feste

Kindergeburtstage

DIY - Selbstgemacht!

Seite für Kinder

News für Kids

Kreativ-Club

Thema Spezial

Wieso & Warum

Natur & Umwelt

DonnerWetter!

Einfach tierisch!

Reportage

Kinderhelden

Rund um die Welt

Fußball

Pias Ponyseite

Spiel & Spaß

Spielen & Rätseln

Desktop-Bilder

Kinderkunst

Malvorlagen

Geschichten

Tolle Links

Spieltipps

Dies & Das

Kochecke für Kinder

Einfach einzigartig: Kunst!

Kindermedien

 

Bücher für Kids & Co

Gewinnspiele

Impressum

 

Aus der Bücherecke

Wie das Licht von einem erloschenen Stern

lesen


Zurück zur letzten Seite Druckversion Seite empfehlen Einen Kommentar schreiben

 

Der Drachen

"Ich habe keine Lust draußen zu spielen", sagte das kleine Träumerli zu Plum.
Der Stoffbär blickte traurig zurück. Er saß auf dem Bett und sah zu, wie das Träumerli alle Schränke und Schubladen durchwühlte.
"Mal sehn, mit was wir heute spielen können", murmelte es.
Es fand Sachen, die es schön längst vergessen hatte: eine alte Puppe, einen Ball, seine Schnuffeldecke aus Babytagen...

"He!", rief da jemand und das kleine Träumerli sah, dass es der Drachen war. "Hey! Erinnerst du dich an mich? Du hast mich letzten Herbst gebaut und seit dem liege ich hier herum."
Es machte große Augen. "Oh! Das tut mir leid, aber Drachen lässt man nur im Herbst steigen und jetzt ist Sommer."
Der Drachen verzog das Gesicht: "Wer sagt das? Warum fragst du mich nicht, wann ich Lust habe? Wieso muss ich immer dann fliegen, wenn du willst?"
Das kleine Träumerli überlegte. So viele Fragen über die es noch nie nachgedacht hatte. Es sah zu Plum, aber der wusste auch keine Antworten.
Also sagte es: "Im Sommer weht der Wind nicht stark genug."
"So ein Unsinn!", schrie der Drachen. "Ich würde ja alleine fliegen, aber du hast mich zu klein gebaut und an eine Leine geklebt."  Wieder überlegte das Träumerli. "Kleine Kinder dürfen auch nicht alleine weggehen, also dürfen kleine Drachen das auch nicht."

Der Drache murmelte etwas, das das Träumerli nicht verstand.
Es fragte: "Jetzt sei doch nicht so böse mit mir. Wir werden schon eine Lösung finden."
"Sicher!", schimpfte er.

"Ich habe eine Idee!", rief das kleine Träumerli, "Ich weiß, wie du auch alleine fliegen kannst, sogar im Sommer."
"Na, da bin ich aber gespannt", flüsterte der Drachen.
"Wir hängen dich einfach an die Fahnenstange an unserem Haus", schlug es vor. "Dort bist du ganz hoch, kannst das ganze Jahr über fliegen und bist nicht mehr böse auf mich."
Der Drache überlegte kurz und lachte dann. "Klasse! Das ist prima. Eine ganz tolle Idee, kleines Träumerli!"

Das Träumerli nahm den Drachen in eine Hand und Plum in die andere.
Es ging zu seiner Mutter und bat: "Kannst du bitte den Drachen an unsere Fahnenstange binden, Mama. Er möchte nicht nur im Herbst fliegen."
Lächelnd fragte die Mutter: "Ich wette, dass hat er dir selbst gesagt, oder?"
Das Träumerli war beleidigt und antwortete: "Natürlich! Woher soll ich das denn sonst wissen? Wenn du mit Plum sprechen könntest, würde er es dir auch erzählen."
"Das ist auch so eine Sache", antwortete die Mutter und zwinkerte. "Wir müssen aber deinen Drachen in durchsichtige Folie einwickeln. So wird er nicht nass und kann trotzdem noch sehen."

Das kleine Träumerli lachte schon wieder, drückte Plum an sich und gab seiner Mutter den Drachen.  "Das ist eine tolle Idee", rief es.

Die Mutter wickelte also den Drachen in durchsichtige Folie ein und ging mit dem Träumerli in die oberste Etage des Hauses.
Sie öffnete ein Fenster und knotete den Drachen an der Fahnenstange fest. Nun hing er in der Luft und schaukelte hin und her.  "Ich geh wieder nach unten, Schatz", sagte die Mutter. "Ich habe noch einiges zutun."
"Und ich bleib noch etwas bei dem Drachen, bis er sich daran gewöhnt hat", antwortete das kleine Träumerli, "Er hat doch so lange im Schrank gelegen."
"Mach das", sprach die Mutter und ging hinunter.

"Das ist schön!", rief der Drache. "Das ist so schön. Danke, kleines Träumerli. Du bist nett."
Das Träumerli lachte. "Plum und ich, wir kommen dich jeden Tag besuchen und im Herbst lassen wir dich wieder auf der großen Wiese fliegen."
"Jedes mal, wenn du das Haus verlässt, werde ich dir von hier oben zuwinken", versprach der Drache.
"Ist es nicht schön neue Freunde zu machen, Plum?", fragte es den Bär und dieser lächelte es zustimmend an.

© Sandra Henke

Herzlichen Dank an Sandra für ihre Geschichte
Illustration: Stefanie Reinke

 

Hier findet Ihr weitere Artikel aus unserem Bereich Geschichten

nach oben

Zurück zur letzten Seite
Druckfähige Version dieser Seite
Diese Seite empfehlen
Meinung zu diesem Artikel schreiben



Quicklinks



 

© hoppsala.de | Entwicklung: HEIM:SPIEL | Datenschutz