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Ein schlauer Plan

"Benni? Finn?" Bennis Mutter schaute durch den Türspalt. "Ich fahre nur mal schnell zum Supermarkt, um Kaffee zu kaufen. Dabei bin ich ganz sicher, dass ich erst gestern welchen gekauft habe! Na, egal. Ich bin gleich wieder da. Und ihr macht solange weiter eure Hausaufgaben, ja?"

"Ja, Mama." Benni schien so in seine Aufgaben versunken, dass er nicht einmal aufschaute.

"Ja, Frau Schöller!" Auch Finn beugte sich tief über sein Heft. Aber nicht, weil er so beschäftigt war, sondern weil Bennis Mutter sein Grinsen nicht sehen sollte. Unterm Tisch stieß er Benni verschwörerisch mit den Fuß an.

Es hatte geklappt!
Gleich würde Bennis Mutter losfahren, und dann...
Unten fiel die Haustür mit einem lauten Krachen ins Schloss. Fast gleichzeitig ließen die Freunde ihre Stifte fallen, stürmten ins Wohnzimmer und schalteten den Fernseher ein. Sie hatten Glück. Die "Robo-Monster" hatten gerade erst angefangen.

Dass ihre Eltern ihnen streng verboten hatten sich diesen Zeichentrickfilm anzuschauen, war den beiden egal. Sie mussten ihn einfach mal sehen, sonst würden sie morgen in der Schule wieder nicht mitreden können.

Deshalb hatte Benni auch gestern die tolle Idee gehabt, den Kaffee zu verstecken, den Bennis Mutter heute unbedingt für den Kaffeebesuch ihrer Freundin benötigte.

Angespannt saßen Benni und Finn nebeneinander auf dem Sofa. Auf dem Bildschirm flimmerte und krachte es und die "Robo-Monster" brüllten ganz fürchterlich. Finn hätte sich am liebsten die Ohren zugehalten, traute sich aber nicht, weil Benni dann ja von ihm denken könnte, dass er feige sei.

Im ersten Werbeblock stellte Benni die Lautstärke so weit herunter, dass es plötzlich ganz still war.
-Rumps, klirr- Das kam eindeutig vom Flur!
"Benni?"
"Ja?"
"Hast du das auch gehört?" Finns Stimme zitterte, aber das kam nun nicht mehr von dem Monsterfilm. "Ja!" Auch Benni sah plötzlich ganz blass aus.
-Rumps, klirr, klirr-
"Was ... war ... das?"
"V... v... vielleicht ist deine Mutter ja schon wieder zu Hau ... Hause!"
Ängstlich starrte Finn zur geöffneten Wohnzimmertür. Irgendetwas war dort draußen, daran gab es keinen Zweifel!
..."Quatsch, so schnell geht das mit dem Einkaufen nicht und außerdem ..." Benni verstummte, weil es auf dem Flur schon wieder rumpste und klirrte.

"Aah!" Finn rückte dichter an Benni heran. Mit einem Mal hatte er das Gefühl, ganz dringend aufs Klo zu müssen, aber das ging nicht, die Toilette war ja auf dem Flur.

Dass der Monsterfilm im Fernsehen längst wieder angefangen hatte interessierte die Beiden nicht mehr. Sie saßen nur da und lauschten.
-Rumps- das war laut und diesmal ganz ohne -Klirr-.
Mit einem mutigen Satz war Benni an der Tür, knallte sie zu und drehte den Schlüssel herum. Obwohl jetzt niemand mehr ins Wohnzimmer kommen konnte, saßen die beiden Jungen weiter stocksteif und schweigend auf dem Sofa und lauschten. Bei jedem Geräusch dass - nun allerdings etwas leiser - vom Flur ertönte, zuckten sie erschrocken zusammen.

Endlose Minuten vergingen, in denen das "Was-immer-es-war" weiter auf dem Flur wütete. Endlich hörten sie, wie der Haustürschlüssel im Schloss herumgedreht wurde.

"Benni? Finn? Wo seid ihr?" Das war Bennis Mutter. Seltsamerweise schien sie gar keine Angst zu haben. Sie stand auf dem Flur, als ob nichts wäre und rüttelte an der Wohnzimmertür.

"Benni? Finn? Seid ihr da drinnen? Was soll der Unsinn? Macht sofort die Tür auf!" Mit weichen Knien ging Benni zur Tür. Kaum hatte er sie geöffnete, da stürzte seine Mutter auch schon ins Wohnzimmer.

"Benni!" Ihr erster Blick fiel auf den Bildschirm, wo ein großes grünes Monster mit Zangenarmen gerade einen Lastwagen zermalmte. "Benni!" Selbst Finn konnte sehen wie wütend sie war. "Hab ich dir nicht ausdrücklich verboten... Benni? Was ist denn los?"

"Mama!" Mit Tränen in den Augen deutete Benni zur Tür. "Da ... da war was! Da draußen auf dem Flur! Ein Monster, das hat immer ..." In diesem Moment rumpste und klirrte es schon wieder. " So gerumpst?", beendete Bennis Mutter den Satz. Benni nickte.

"Ach so, ich verstehe." Plötzlich schmunzelte seine Mutter. "Und davor hattet ihr Angst?" Finn und Benni sahen schweigend zu Boden.

"Na, dann kommt mal mit, ihr Helden." Lachend schob sie die beiden Jungen vor sich her zur Küche. Das erste, was Finn sah war eine große Wasserpfütze auf dem Boden vor dem geöffneten Gefrierschrank.

"Da habt ihr euer Monster", erklärte Bennis Mutter lachend und tippte mit dem Zeigefinger an eine lose Eisscheibe im Innern des Schrankes.
-Rumps- fiel sie zu Boden und -klirr- zersprang sie in hundert Stücke.
"Ich habe den Gefrierschrank abtauen lassen. Aber dann hatte ich es wegen dem Kaffee so eilig, dass ich ganz vergessen habe, euch zu bitten, das Wasser aufzuwischen, während ich weg bin.", erklärte Bennis Mutter.
"Na, ja. Wenigstens brauche ich euch jetzt nicht wegen des unerlaubten Fernsehens zu bestrafen. - Das hat wohl das Gefrierschrankmonster schon für mich erledigt!"

von Monika Felten, aus: "Gänsehautgeschichten"; Abdruck mit freundlicher Genehmigung von KuC-Buchoase.

 

 

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