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Lena angelt

Von Anja Krummeck


Lena ist ein siebenjähriges Mädchen. Heute will ihr Opa sie mit zum Angeln nehmen, worauf sie sich die ganze Woche schon riesig gefreut hat. „Angeln ist doch bestimmt etwas ganz tolles“, dachte sie, "wenn mein Opa und die anderen Erwachsenen das so oft und gerne tun?“. Sie würden den ganzen Tag mit dem kleinen Boot auf dem See verbringen, sich von den kleinen Wellen schaukeln lassen und jede Menge richtig t oller Fische mit nach Hause bringen.

Endlich war es soweit. Opa kam Lena abholen. Er hatte seine alten Hosen, die er zum Angeln immer trug schon an, ein kleines Köfferchen mit den verschiedenen Haken und Ködern, einen Eimer, in den die gefangenen Fische kommen, eine Schwimmweste für Lena und natürlich seine Angelrute dabei. Lena fiel ihm zur Begrüßung stürmisch um den Hals. Sie konnte es kaum erwarten, dass es endlich losging. Schnell zog sie sich noch ihren Sonnenhut über, damit sie auf dem See, auf dem es ja keinen Schatten gab, keinen Sonnenbrand bekam. Schon kurze Zeit später saßen Lena und ihr Opa im Auto und waren unterwegs zum See.

Als sie dort ankamen, zog Lena ihre Schwimmweste an und sie gingen sie zu einem kleinen Boot, das dort am Ufer festgebunden war und beluden es mit ihren Angelutensilien und ihrem Proviant. „Angeln macht hungrig“ hatte ihr Opa gesagt. Deshalb hatten sie auch genug zu Essen und zu Trinken dabei. Mit ein paar kräftigen Ruderstößen waren sie schnell auf den See hinausgerudert. An einer ruhigen Stelle, fern ab von den anderen Booten und den im Wasser tobenden Kindern hielten sie an. Opa begann, seine Angel vorzubereiten. Er öffnete sein Köfferchen mit den Ködern und Angelhaken, spähte mit fachmännischem Blick hinein und runzelte die Stirn. „Na was meinst Du, welchen sollen wir nehmen?“ Lena beugte sich über das Köfferchen, sah sich alle Haken genau an und entschied sich für den, der ihr am besten gefiel. Er hatte drei Haken, einen an jeder Seite und über dem Haken war ein kleines silbern in der hellen Sonne glänzendes Plättchen.

„Okay, den nehmen wir. Damit fangen wir bestimmt den größten Fisch, den es hier im See gibt“, sagte Opa, nahm den Haken vorsichtig heraus und befestigte ihn mit ein paar geschickten Handgriffen an der Angelrute.
„Nun brauchen wir noch einen Köder.“. Opa öffnete ein kleines Döschen, das er aus dem Köfferchen hervor holte. Er ließ Lena in das Döschen hineinsehen.

„Iieh, das sind ja Würmer! Und die leben ja sogar noch!“ rief sie. „Ja, die Würmer sind die Köder. Die kommen an den Haken, damit der Fisch dann anbeißt. Ohne Wurm würde er die Angel wahrscheinlich gar nicht beachten, so will er aber den Wurm haben und beißt an“, erklärte Opa.
„Aha.“ antwortete Lena. „Und der Wurm kommt dann auf den Haken?“ fragte sie. „Ja, er wird aufgespießt.“ Opa nahm einen Wurm und wollte ihn auf den Haken spießen.

„Halt, nein!“ rief Lena erschrocken. „Das kannst Du doch nicht machen! Der arme Wurm! Das tut ihm doch bestimmt weh, wenn er aufgespießt wird“, rief Lena. „Ich will nicht , dass Du dem Wurm wehtust!“
„Hmm...“ überlegte Opa, „aber wie sollen wir dann die Fische dazu kriegen, dass sie anbeißen?“

„Wieso müssen die Fische denn überhaupt anbeißen?“ fragte Lena. „Das tut ihnen doch bestimmt auch weh, mit so einem Haken im Mund. Ich würde auch keinen so spitzen Haken im Mund haben wollen!“
„Kann schon sein“, antwortete Opa. „Aber was sollen wir denn heute Abend essen, wenn wir keinen Fisch haben? Hast Du eine andere Idee?“
„Dann essen wir halt keinen Fisch. Wenn ich den Fischen erst wehtun muss, damit ich sie essen kann, will ich keinen Fisch. Dann müssen wir auch keine Würmer aufspießen.“ Sagte Lena und sah ihren Opa mit großen, fragenden und zugleich trotzigen Augen an. Sie hatte keine Lust mehr, zu angeln. Irgendwie war ihr das alles zu grausam.

„Also gut“, sagte Opa, „ich nehme den Haken wieder ab und lege den Wurm wieder in die Dose zu den anderen zurück. Dann essen wir heute Abend etwas anderes.“

Lena war beruhigt und sah glücklich zu, wie Opa den Wurm wieder zu den anderen zurücklegte und den Haken entfernte.
„Aber was machen wir jetzt mit dem restlichen Nachmittag?“ fragte Opa. „Na, angeln natürlich“, antwortete Lena. „Wir halten die Angel einfach so ins Wasser, ohne Wurm und Haken.“

„Okay, überredet“, gab sich Opa geschlagen und sah Lena etwas verwundert an. „Und Du willst den ganzen Nachmittag hier sitzen und einfach nur die Angel ins Wasser halten?“ fragte er.
„Ja, und du erzählst mir Geschichten“, erklärte Lena und sah Opa mit einem bittenden Blick an.

„Gut, wenn wir sowieso keinen Fisch angeln wollen, müssen wir auch nicht still sein.“

Und so kam es, dass Lena und Opa den restlichen Nachmittag in ihrem Boot auf dem See saßen und die Angel ohne Haken und Wurm ins Wasser hielten. Begeistert hörte Lena den tollen Geschichten zu, die Opa ihr erzählte. Zwischen den einzelnen Geschichten aßen sie ihren mitgebrachten Proviant und Opa zeigte ihr, wie man die Angel richtig halten muss und wie man sie wieder einholt. So saßen die beiden noch in ihrem Boot und hielten die Angel ins Wasser, als die Sonne schon langsam begann, unterzugehen.
Lena genoss diesen Nachmittag sehr und freute sich schon auf den nächsten Angelnachmittag mit ihrem Opa auf dem See, der bestimmt bald schon kommen würde.

 

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