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Der Traumjob - Karriere ich komme!

Trotz fünfjährigem Kindergartenkind fühle ich mich als Taxiunternehmen Mutter zwar körperlich aber nicht geistig ausgelastet. Zudem nervt die finanzielle Abhängigkeit vom Ex-Mann. Tja, und dann nähere ich mich auch unaufhaltsam der Schallmauer 40. Also der perfekte Zeitpunkt, um sich wieder im Berufsleben zu etablieren.

Beim Arbeitsamt erwartet mich der erste Schock, dem noch weitere folgen sollen: Über fünf Jahre nicht gearbeitet? Da sind Sie ja völlig weg vom Fenster. Kunsthistorikerin? Werden nicht gesucht. Teilzeit? Fast unmöglich. Zum Glück habe ich mich geschminkt und sehe etwas jünger aus, sonst hätte die Beraterin mir wahrscheinlich den Vorruhestand angeboten.

Ich werde mit der Empfehlung entlassen, mich auf dem Markt der Qualifizierungsmaßnahmen umzuschauen. Ein einjähriger Lehrgang als Berufseinstieg scheint mir sinnvoll, zumal er vom Arbeitsamt bezahlt wird. Bekomme ich denn auch Unterhalt? Die Antwort ist schwammig, aber hat schon einmal jemand beim Arbeitsamt außer "geht nicht" eine konkrete Aussage erhalten? Ich nicht. Da die Beratung beim Arbeitsamt viele Fragen offen lässt, wühle ich mich selber durch das riesige Angebot der Qualifizierungsmaßnahmen. Die Samstagsausgabe der WAZ ist übersät mit angeblich zukunftsträchtigen Lehrgängen (80% der Teilnehmer müssen eine Anstellung finden, sonst wird der Lehrgang nicht mehr vom Arbeitsamt gefördert): Netzwerkadministrator, Application Engineering, Web Designer...Jetzt merke ich wirklich, dass ich "out" bin. Keine Ahnung, was sich hinter diesen bedeutenden Ausdrücken verbirgt. Also erst einmal alle anschreiben und Info-Material bestellen.

Ein monatelanger Marathon beginnt. Ich erhalte bergeweise bunte Broschüren, besuche Info-Veranstaltungen, absolviere Tests und führe persönliche Gespräche. Passt der zukünftige Job überhaupt zu meiner Lebenssituation als alleinerziehende Mutter? Wie sieht es mit einer Teilzeitbeschäftigung aus. Die Antworten kreisen um den heißen Brei herum, so nach dem Motto, wenn ich mir nur ordentlich Mühe gebe, dann klappt es schon. Mir schwant bald, dass die Berater mehr daran interessiert sind, ihre Lehrgänge zu besetzen.

Völlig niedergeschlagen suche ich neue Wege und besuche einen VHS-Kurs: Bewerbungstraining für Frauen. Neben vielen nützlichen Tipps finde ich verständnisvolle Leidensgefährtinnen, die wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen. Auch sie wurden vom Arbeitsmarkt nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen und haben schon etliche Enttäuschungen hinter sich liegen. Gemeinsam mit unserer Kursleiterin konzentrieren wie uns nun konkret auf unsere Stärken, die tagtäglich in unserem Hausfrauendasein gefordert wurden: Organisieren, Konflikte lösen, Kreativität...Mit der Länge der Liste wächst auch unser Selbstbewusstsein, das mit einer Farbberatung belohnt wird. Tja, nicht nur die Qualifikation sondern auch das Aussehen ist wichtig.

Und endlich sehe ich Land in Sicht. Mit neuem Schwung vergleiche ich meine Talente und Fähigkeiten mit den Angeboten und entscheide mich für die Qualifikation "Journalistin für betriebliche Öffentlichkeitsarbeit". Bei der Beauftragten der VHS informiere ich mich über die verschiedenen Träger - Internet macht es möglich. Schließlich geht alles ganz schnell. Die Hürde Vorstellungsgespräch erweist sich als kleiner Hüpfer, da meine Fähigkeiten diesmal den Anforderungen entsprechen. Mit Vorfreude und ein wenig Magenkribbeln beginne ich einen neuen Lebensabschnitt.

 

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